Vorgeschichte

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Im Jahre 1156 wird Otto von Wettin, später Otto der Reiche genannt, in der Erbfolge seines Vaters Konrad Markgraf der Mark Meißen, dem Kernland des heutigen Freistaates Sachsen.

Sehr bald holt er fränkische und niedersächsische Bauern ins Land, die den Wald roden und Siedlungen anlegen. Dieser Prozess der Kolonisierung ist im Wesentlichen im Jahre 1162 abgeschlossen.

Im gleichen Jahr erwirkt Markgraf Otto bei seinem obersten Dienstherren, dem Kaiser Friedrich II. Barbarossa, die Stiftung von 800 Hufen Land zwischen Großer Striegis und Freiberger Mulde für die Errichtung eines Klosters. Es kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass zu diesem Zeitpunkt die Dörfer unseres Kirchspiels bereits bestanden.
Im Jahre 1175 zieht der erste Konvent, bestehend aus dem Abt und 12 Mönchen, in das Kloster Marienzelle, das heutige Altzella, ein. Es sind Ordensbrüder der Zisterzienser, die aus Pforte bei Naumburg an der Saale kommen.
In den zum Klosterbesitz gehörenden Dörfern beginnt nun die geistliche Betreuung der Bewohner, die bereits in ihrer alten Heimat den christlichen Glauben angenommen hatten, durch die Mönche des Klosters. Von Anfang an ist Pappendorf ein Kirchdorf. Vermutlich wurde sehr bald eine erste kleine Kapelle errichtet. Zum Kirchspiel Pappendorf werden im Laufe der Zeit die Dörfer Berbersdorf, Goßberg, Kaltofen, Mobendorf, Ottendorf und Riechberg eingepfarrt. Während Riechberg 1583 zum Kirchspiel Bockendorf wechselt, voll-zieht Ottendorf diesen Schritt nach Hainichen im Jahre 1875.
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