Die Bauausführung

           Die Bauausführung

Das Dach
Durch den Mobendorfer Dachdeckermeister Otto Köhler und seine Männer wird schließlich das Pappdach aufgezogen, leider ist nichts besseres zu bekommen. Die Dachklempnerarbeiten erledigt der ortsansässige Klempnermeister Paul Dehne, der auch die übrigen Sanitärklempnerarbeiten ( Plumpsklo) ausführt.
Der Fußboden
Da es trotz aller Bemühungen nicht möglich ist, Holz für Dielen zu beschaffen, wird der Fußboden in der damals üblichen Ersatzlösung als Steinholzfußboden durch die Firma Rudi Rost, Betonsteinmeister in Hainichen – Crumbach, hergestellt. Herr Rost liefert auch die Terrazzoplatten und Fensterbänke.
Die Elektroinstallation
Obwohl darüber kein Schriftwechsel auffindbar ist wird angenommen, dass Elektromeister Egon Schmidt aus Schmalbach die Installation ausgeführt hat.
Fenster und Türen
Glasermeister Willy Wiedemann aus Hainichen / Berthelsdorf fertigt die Fenster, die Buntglasscheiben dazu liefert durch Vermittlung des Architekten Karl Gerlach die Chemnitzer Kunstglaserei Richard Floßmann.
Die Türen hat offensichtlich Tischlermeister Alfred Heymann aus Pappendorf gefertigt, Schriftwechsel dazu fehlt ebenfalls.
Die Harmonikatür - wiederum vermittelt Herr Architekt Gerlach - kommt von der Firma Max Schultz aus Chemnitz.
Malerarbeiten
Der in Berbersdorf ansässige Malermeister Paul Menzel gibt dem Bauwerk den letzten Schliff, er versieht alles mit freundlichen Farbanstrichen.
Die Inneneinrichtungen
Durch die Firma Otto Reil aus Chemnitz wird ein gusseiserner Ofen geliefert, zu diesem Zeitpunkt die billigste und effektivste Variante.
Herr Tischlermeister Alfred Sproß aus Berbersdorf / Schmalbach liefert einen Einbauschrank.
Durch Vermittlung der Superintendentur Freiberg kommt ein Vertrag mit der Sitzmöbelfabrik Arno Müller in Clausnitz im Erzgebirge zustande. Die Firma liefert 100 Stück Kirchenstühle aus Buchenholz. Durch die Tischlerei der Herrnhuter Brüdergemeine werden schließlich im Jahre 1958 der Altartisch und das Kanzelpult geliefert.
Eine besonderer Freude ist es, als die in Westdeutschland wohnende Tochter Christine des Pfarrers Wilhelm Luthardt im Jahre 1957 der Gemeinde einen von ihr gewebten Wandteppich für das Berbersdorfer Haus zum Geschenk macht. Sie erfüllt damit im Nachhinein einen Wunsch ihres Vaters.
Die Orgel
Es war der Wunsch aller sich um das Gelingen des Baues Mühenden, dass eine kleine Orgel eingebaut werden könne. Also wird mit Herrn Orgelbaumeister Alfred Schmeisser in Rochlitz Verbindung aufgenommen. Er unterbreitet im Dezember 1954 ein Angebot für eine in der katholischen Kirche in Grimma nicht mehr benötigte Kleinorgel, die zweifellos das neue Haus bereichern würde. Sehr schnell holt aber das Landeskirchenamt alle Orgelbefürworter auf den Boden der Realität zurück:
...wolle der Kirchenvorstand eingehend darlegen, warum in den neu zu erstellenden Unterrichtsraum unbedingt eine Kleinorgel im Preise von etwa 3.500 DM eingebaut werden muss und nicht das in der Kirche zu Pappendorf entbehrliche zweimanualige Harmonium genügen sollte. Der Kirchenvorstand wird darauf hingewiesen, dass es seine Pflicht ist, mit landeskirchlichen Beihilfegeldern sparsamst umzugehen. Es ist nicht nötig, dass ein beim Bau erzielter Überschuss noch vertan werden muss.“
Also wird das Harmonium von der Klavierbaufirma Otto Korb in Chemnitz überholt, alle Schäden werden beseitigt und es findet in Berbersdorf seinen neuen Platz.
Das Kreuz
Im Jahre 1958 schließlich fertigt der Berbersdorfer Schmiedemeister Walter Naumann das Kreuz, das nun weithin sichtbare Zeichen am Haus einer christlichen Gemeinde.
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